Organische Mikroverunreinigungen und Nährstoffe – Eine Standortbestimmung für die Siedlungswasserwirtschaft

BAFU Umwelt-Wissen No 14, 2006

Zusammenfassung

Eine grosse Anzahl der heute eingesetzten chemischen Stoffe werden über das Abwasser oder infolge direkter Emissionen in die natürlichen Gewässer eingetragen und können dort in tiefen Konzentrationen verbleiben. Im Zusammenhang mit solchen Verunreinigungen wurden vereinzelt nachteilige Effekte auf die Umwelt festgestellt wie z.B. hormonelle Störungen bei Fischen. Mit dem Verbot der landwirtschaftlichen Verwertung von Klärschlamm wird teilweise ein Eintragspfad von solchen Stoffen in die Umwelt unterbunden, gleichzeitig aber die enthaltenen Nährstoffe Phosphor und Stickstoff nicht mehr für die landwirtschaftliche Düngung eingesetzt. Vor diesem Hintergrund nimmt diese Studie eine Standortbestimmung für die schweizerische Siedlungsentwässerung und Abwasserreinigung vor. Sie fasst den aktuellen Wissensstand zusammen und diskutiert die Problematik organischer Mikroverunreinigungen und das Potential für das Nährstoffrecycling aus dem Abwasser und aus Tierabfällen. Diese Studie fasst verschiedene Problembereiche zusammen und versucht möglichst umfassend zu sein. Aufgrund der schnellen Entwicklung in der Wissenschaft und Technik kann die Studie aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

  • Publikationsjahr:  2006

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