Testverfahren zur Beurteilung der Behandelbarkeit von Abwasser mit Ozon – Anleitung

ENVILAB, 2015

Anleitung vom September 2015, verfasst durch A. Zappatini und C. Götz (ENVILAB) im Auftrag des VSA.

Zusammenfassung

Die Ozonung von Abwasser ist neben der Adsorption an Pulveraktivkohle eines der vielversprechendsten Verfahren für die Elimination von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser (Abegglen, et al., 2012; Abegglen, et al., 2009; Gälli, et al., 2009; Zimmermann, et al., 2011). Aus verschiedenen Untersuchungen ist bekannt, dass für gewisse Abwässer die Ozonung aufgrund der möglichen Bildung von unerwünschten Transformations- oder Oxidationsnebenprodukten problematisch sein könnte (Margot J., 2013; Escher, et al., 2008). An der Eawag wurde über die letzten Jahre ein Testverfahren im Labormassstab entwickelt, mit dessen Hilfe beurteilt werden kann, ob die Ozonung für ein bestimmtes Abwasser geeignet ist (Wunderlin et al., 2015).

Dieses Verfahren soll in Zukunft von unabhängigen Labors durchgeführt werden. Dafür durfte die Envilab AG im Auftrag des BAFU das Testverfahren bei sich testen. Damit dieses Verfahren nun im Detail allen interessierten Labors zur Verfügung steht, wurde im Auftrag des VSA (Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerfachleute) eine Standardanweisung (SOP) verfasst werden.

Mit der vorliegenden SOP kann das modulare Testverfahren in jedem mit den verwendeten Methoden grundlegend vertrauten Labor durchgeführt werden. Als Interpretationshilfe zu den vorliegenden Resultaten, kann der Aqua&Gas Artikel „Behandelbarkeit von Abwasser mit Ozon – Testverfahren zur Beurteilung“ (Wunderlin, et al., 2015) herangezogen werden, oder der VSA kann direkt kontaktiert werden.

  • Publikationsjahr:  2015

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