Elimination von Spurenstoffen durch granulierte Aktivkohle (GAK) Filtration: Grosstechnische Untersuchungen auf der ARA Bülach-Furt – Zwischenbericht

EAWAG, 2017

Zwischenbericht verfasst von P. Wunderlin (VSA), A. Joss und J. Fleiner (EAWAG) in Zusammenarbeit mit ARA Bülach, AWEL und WABAG.

Zusammenfassung

GAK Verfahren erreichen die geforderte Elimination von Mikroverunreinigungen gemäss den Anforderungen der revidierten Gewässerschutzverordnung bei vergleichbarem Einsatz von Pulveraktivkohle (PAK)-Systemen, sofern das Verfahren gemäss nachfolgenden Empfehlungen ausgelegt und betrieben wird:

  • Betrieb der GAK-Filter mit einer ausreichenden Kontaktzeit (EBCT) im Bereich von 25 Minuten
  • Der Betrieb der GAK-Filtration ist vergleichbar zu einem Sandfilter (Rückspülintervalle, etc.)
  • Das zeitlich versetze Erneuern oder Reaktivieren der GAK von parallel betriebenen Filterzellenerlaubt das Erreichen von deutlich höheren Standzeiten
  • Die Elimination bei Regenwetter (geringe MV-Konzentrationen und hohe Filtergeschwindigkeitbzw. geringe EBCT) ist massgebend für die Standzeit sowie des Zeitpunktes der Reaktivierungder GAK-Zelle mit den höchsten behandelten Bettvolumina (BV)
  • Eine Erhöhung des Filterbetts erlaubt eine höhere EBCT für einen vorgegebenen Filtergrundriss
  • Monitoring der Eliminationsleistung und des Beladungszustands von Filterzellen anhand von SAK254-Messungen im Labor oder mittels online-Sonden ist machbar

  • Publikationsjahr:  2017

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